Das CPU-Modul CP-537M-4 ist ein vollständiger Kleincomputer für
den universellen Einsatz in einem breiten Applikationsspektrum.
Es
basiert auf dem Single-Chip-Mikrocontroller SAB80C537 (oder 80C517A)
der Firma Siemens und wurde für den Einsatz bei Steuerungs- und
Automatisierungsaufgaben konzipiert.
Da
alle Komponenten die zur Realisierung solcher Aufgaben benötigt werden bereits auf dem CPU-Modul integriert sind, ist für die
meisten Anwendungen keine Hardwareentwicklung von Peripherieeinheiten mehr erforderlich. Es muss lediglich die
Schnittstelle zur Maschine geschaffen und die erforderliche Software
erstellt werden.
Der
Controller SAB80C537 (80C517A) verfügt über vier 16-Bit Timer, 8 Bit (10
Bit) A/D-Wandler, Capture-Compare-Einheit, zwei serielle Schnittstellen, zwei Watchdog-Timer und ein Interruptsystem mit 14 Quellen auf
vier programmierbaren Privilegebenen. Mit der 16-Bit Arithmetikeinheit
wird bei rechenintensiven Anwendungen (wie beispielsweise bei
digitalen Regelungen) ein erheblicher Geschwindigkeitsvorteil
gegenüber anderen 8051-Controllern erzielt.
Neben
dem Mikrocontroller sind alle Komponenten für ein weites
Aufgabenspektrum bereits auf dem Modul integriert. Diese sind im
Wesentlichen: Speicherbausteine, Echtzeituhr, Spannungsüberwachung
mit Batteriepufferung und eine Schnittstelle für alphanumerische
LCD-Displaymodule.
Auf
Grund der vielen frei verfügbaren Ein-/Ausgänge und der
verschiedenen Schnittstellen, kann der Minirechner in einem breiten
Applikationsspektrum eingesetzt werden. Auch analoge
Problemstellungen können mit Hilfe des integrierten
Analog-Digital-Wandlers und der Capture/Compare-Einheit gelöst
werden.
Der
komplette Minirechner wird wie ein großer IC auf die
applikationsspezifische Schaltung aufgesteckt. Mit einer Größe
von nur 80 x 90 mm ist der Platzbedarf sehr gering. Da auf der
Unterseite keine Komponenten bestückt sind, können auch
unter dem Modul Bauelemente bis zu einer Höhe von 8 mm platziert werden.
Der
Einsatz eines In-Circuit-Emulators wird durch den Controllersockel
ermöglicht.
Für
die Programmierung des Mikrocontrollers können die Compiler bzw.
Assembler der 8051-Familie verwendet werden, sofern sie
Registerdefinitionen zulassen.
Funktionen
80C537 (80C517A) Mikrocontroller mit 12, 16 (oder 18) MHz Taktfrequenz
Aufwärtskompatibel zur 8051-Familie
Auch 80C517 mit maskenprogrammiertem ROM einsetzbar
Befehlszykluszeit 1µsec
4x programmierbare 16-Bit Timer
Leistungsfähige Capture/Compare-Einheit
1x 16-Bit Reload/Compare/Capture-Register
4x 16-Bit Compare/Capture-Register bis zu 9 Kanäle
8x 16-Bit Compare-Register
Interruptsystem mit 14 Quellen auf 4 Prioritätsebenen
2x Watchdogs für Programmlauf- und Oszillatorüberwachung
Leistungsfähige Arithmetikeinheit für schnelle 16(32)-Bit Multiplikation (Division)
8x Datapointer
2
x
serielle Schnittstellen mit Baudratengenerator (RS232)
3
x
Power-Saving-Modes
37x frei verfügbare digitale Ein-/Ausgänge
12x frei verfügbare digitale oder analoge Eingänge
Integrierter 8 Bit (bzw
.
10 Bit) Analog-Digital-Wandler mit 12
multiplexten Eingängen
Bis zu 64 kB EPROM-Programmspeicher
Bis zu 32 kB RAM
Bis zu 32 kB EEPROM
Serielles EEPROM mit IIC-Bus
Echtzeituhrenbaustein RTC72421
LCD-Display-Schnittstelle
LCD-Spannungsversorgung
Pufferung mit Lithiumbatterie für RAM und Echtzeituhr
Versorgungsspannungsüberwachung und Netzausfallfrüherkennung mit einstellbarer
Ansprechschwelle
Schreibschutz
Uneingeschränkt
e
Lauffähigkeit ohne zusätzliche
Hardware
Geringer Platzbedarf durch kleine
Abmaße
Durch gesockelten Prozessor voll emulatorfähig
Speicherbausteine im Dual-In-Line Gehäuse gesockelt.
Für die Programmierung der Festspeicher keine Adapter auf teure PLCC- oder andere
Gehäuseformen erforderlich
Gesockelter Adre
ssdecoder ermöglicht Konfigurationsänderung
Montierte Präzisions-Steckverbinder mit (teilweise) zusätzlichen nach oben aus der Platine
ragenden Anschlüssen
Geringe Stromaufnahme von
100
mA
Kundenspezifische Bestückung und Software auf Anfrage